Jura und Fotografie, das passt nicht nur super beim Erstellen von transparenten und durchdachten fairen Verträgen. Genaustes - detektivisches - beobachten (was ich schon als Kind spielte), Zerlegen in einzelne Merkmale, Funktionen und Details (once at a time), Überflüssiges außen vor lassen (Reduktion auf das wirklich Wesentliche) ist für mich sozusagen juristisch denkend fotografieren.
Was ist das Ziel? Was ist da? Was ist wesentlich? Wie fühlt sich genau dieser Moment an? Kann alles weitere rausgelassen werden, oder das Wesentliche hervorgehoben werden?
Es war einmal, vor vielen Jahren:
Der Hintergrund. eher selten Urlaube oder Reisen während der Kindheit
Der Plan. die Welt bereisen und entdecken, Beobachten und Analysieren hat mir schon immer Spaß gemacht
Die Idee. im diplomatischen Dienst darf man überall parken und sieht verdammt viel von der Welt, auch mal hinter die Kulissen
Nach der Schule. ein Jura-Studium wäre dafür vorteilhaft - außerdem ist es so generalistisch und lange, dass genug Zeit bleibt, Klarheit zu erlangen
Einige Jahre später und ich erinnere mich zurück. Inzwischen sind mir (wieder) weitere Optionen bewusst, wie ich weit auf der Welt reisen kann, wovon ich wirklich begeistert bin und welche Wurzeln das hat - was hat mir schon als Kleinkind Spaß gemacht? zuhören, die Welt um mich herum zu beobachten und meine Umgebung zu analysieren. 
Fotografie ist für mich genau das: beobachten, zuhören, analysieren, wahrnehmen, Schwerpunkte setzen. Schwerpunkte durch Reduktion von Ablenkendem, Konzentration und Fokus auf das was da ist und als Essenz entsteht Klarheit.
Mit Faszination für Mathematik und Geometrie und alle anderen visuell ansprechenden Formen entstanden viele der eher abstrakten Bilder. Durch die Fokussierung auf das Feeling eines Moments entstehen oft stimmungsvolle und surreale Bilder.
Meine Wahrnehmung bleibt aber immer subjektiv - um es philosophisch auf den Punkt zu bringen: "Bei gleicher Umgebung lebt doch jeder in einer anderen Welt" (das ist bei Schopenhauer geklaut). Und diese Wahrnehmung ist anders als die einer Kamera - auch sie sieht (in) ihre eigene Welt. Es ist sogar paradox - Als Mensch entspricht meine Wahrnehmung nicht einer Aneinanderkettung von eingefrorenen Momenten, meine Erinnerung basiert auf Empfindungen. Die Kamera kennt aber nur Belichtungszeit und Lichtempfindlichkeit als Parameter, sie speichert von sich aus keine Emotionen und sie ist gerade für Schnappschüsse gemacht. Es liegt also an mir als Künstler, Bilder so zu gestalten und aufzubauen, dass sie Gefühle und Empfindungen aus dem Moment "transportieren" können.
Mit diesem Wissen ist es möglich, mit Wahrnehmungen, Wahrheit(en) und Wirklichkeit(en) zu spielen, Grenzen zu verschieben - und ich muss zugeben, ich habe großen Spaß daran. Folglich kann ich mit der Kamera auch Gegebenheiten durch eine Fotografie erfahrbar machen, die zwar vielleicht unbewusst wahrgenommen (gespürt) werden, die wir aber so mit bloßem Auge nicht sehen können.
Vor diesem Hintergrund möchte ich Bilder erschaffen, die den Betrachter zum Träumen bringen und dazu inspirieren, sich selbst auf Entdeckungen zu begeben und gleichzeitig dazu anregen, über das eigene Verhältnis zur Umwelt nachzudenken - das gilt für Berglandschaften wie für urbane Architektur. Orte zu erforschen, zu sehen und spüren, wie Räume wirken oder welche Eindrücke sich in einer Biwak-Nacht in den Bergen einstellen.
Und wenn meine Bergwelten auf diesem Weg einen Teil zum Erhalt oder Ausbau naturbelassener Orte beitragen, finde ich das grandios.
Leistungen:
Landschafts und Architekturfotografie für Architekten, Innenarchitekten, Werbung, Tourismusagenturen, Magazine, NGOs
Freie Arbeiten als hochwertige Kunstwerke in limitierten Editionen
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If you'd like to buy or license any of my images please contact me directly via Email or phone for details.
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Recent exhibitions:
2014       Rathausgalerie, Konstanz, Germany
2017       Photo17, Zürich, Switzerland
2017       Strandbadarchitektur, Galerienhaus Open, Galerie Schacher Stuttgart
2017       ongoing until November: Suprising Siberia, Mon Petit Cafe, Stuttgart
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